Mercedes im Abgasskandal – Unsere Erfahrung für Ihr Recht

Mercedes und der Abgasskandal waren für die Kanzlei Werdermann | von Rüden, nicht erst seit dem ersten offiziellen Daimler-Rückruf miteinander verbunden. Dass die Motoren OM 651 und OM 642 von Mercedes im Dieselskandal betroffen sein mussten, lag für uns nahe, weil es entsprechend Berichte aus den USA zu diesem Thema gab. Warum das KBA (das Kraftfahrt-Bundesamt) so lange für diese Einsicht gebraucht hat und erst jetzt eine Rückrufaktion gestartet hat, hat uns von Anfang an zu denken gegeben.

3 Gründe WvR Law gegen die Daimler AG zu beauftragen:

  1. WvR Law ist hoch spezialisiert auf Rechtsstreitigkeiten gegen die Daimler AG im Abgasskandal.
  2. WvR Law hat deutschlandweit die ersten 2 Urteile im Abgasskandal gegen die Daimler AG erstritten
  3. Unserer Kanzlei führt deutschlandweit über 220 Verfahren im Abgasskandal gegen die Daimler AG – soviel wie keine andere.

Warum Sie sich von der Kanzlei Werdermann | von Rüden im Abgasskandal gegen Mercedes vertreten lassen sollten

Ganz einfach: Mit einem Mercedes haben Sie ein Premium-Produkt zu einem Premium-Preis erworben, und Sie haben Werbeaussagen wie: „BlueTEC, die sauberste Dieseltechnologie der Welt“ schlicht und ergreifend Glauben geschenkt. Nun sind Sie mit Problemen wie Wertverlust, Fahrverbot, Stilllegung oder schlichtweg Ärger über das fragwürdige Verhalten Ihrer Automarke konfrontiert.

Warum also unsere Kanzlei? – Wir klagen seit 2017 gegen Mercedes und führen momentan 56 Verfahren gegen Daimler. Wir sind damit eine der führenden Kanzleien in Sachen Abgas-Klagen gegen Daimler-Benz. Insgesamt vertreten wir mehr als 3.000 Besitzer von PKWs im Abgasskandal.

Wir sammeln seit einem Jahr Indizien und Beweise, auch im Wege von Private Investigations in Deutschland und den USA, die Ihnen als unseren Mandanten gegen Mercedes helfen.

Wir haben uns sowohl technisch als auch rechtlich in einem Team von 12 Anwälten intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.

Auch strafrechtlich sind wir für unsere Mandanten tätig geworden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart (Az.: 260 Js 28161/17) ermittelt seit März 2017 gegen Mitarbeiter des Daimler Konzerns wegen Betruges und strafbarer Werbung.

Johannes von Rüden
Johannes von Rüden
Rechtsanwalt und Partner
Johannes von Rüden
Fabian Heyse
Rechtsanwalt und Partner

Ein Beispielsfall mit Berechnung der Rückerstattung aus unserer Praxis

Die Mandantschaft kaufte im Jahr 2016 einen Mercedes GLC 250 d 4Matic mit 204 PS.

Verbauter Motor: OM 651

In diesem Modelltyp ist ein Motor des Typs OM 651 verbaut. Dieser Motorentyp sowie der OM 642 sind laut Medienberichten von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR unter Berufung auf einen Durchsuchungsbeschluss von Mai 2017 Bestandteil der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart. Diese geht dem Verdacht nach, dass der Motor zusammen mit einer illegalen Abschalteinrichtung verbaut wurde, wodurch die Abgaswerte auf dem Prüfstand besser als beim tatsächlichen Gebrauch sind. Betroffen sind mehrere Millionen Fahrzeuge unterschiedlicher Fahrzeugklassen, welche in den Jahren 2008 bis 2016 in Europa und den USA mit einem unzulässig hohen Schadstoffausstoß verkauft worden sind.

Was wir wegen des Abgasskandals für Mercedes-Kunden einklagen

Die von Mercedes getäuschte Mandantschaft der Rechtsanwaltskanzlei Werdermann | von Rüden klagt auf Rückabwicklung des Kaufvertrages.

  • Sie will den gesamten Kaufpreis zurück.
  • Das mangelhafte Fahrzeug kann Mercedes zurücknehmen.

Denn: Unserer Mandantschaft wurde vertraglich ein Premium-Fahrzeug zugesichert, welches sie nie bekommen hat. Ein Software-Update kommt für unsere Mandantschaft nicht in Betracht. Durch ein solches Update droht ein erhöhter Kraftstoffverbrauch, ein Leistungsabfall und eine geringere Lebensdauer des Motors. Und noch schlimmer: Experten sind sich einig, dass das Software-Update zu einem erheblichen Mehrverbrauch an dem teuren Harnstoff AdBlue führen wird.

Da sich die Daimler AG weigert, die entsprechend notwendigen Hardware-Umrüstungen vorzunehmen, wird das Problem seitens Mercedes auf den Kunden abgewälzt. Unsere Mandantschaft müsste fortlaufend zur Werkstatt fahren und den teuren Harnstoff AdBlue auf eigene Kosten nachfüllen. Zudem droht ein Dieselfahrverbot in vielen Städten Deutschlands. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig dieser Tage mehr als deutlich gemacht. Auch die Richter des Verwaltungsgerichts Stuttgart sind sich einig, dass ein Software-Update nicht ausreichen wird, um die gesetzlich vorgeschriebenen Stickoxidwerte einzuhalten.

Was unsere Mandantschaft im Erfolgsfall bekommen sollte

Kaufpreis in EUR x gefahrene Kilometer
300.000 km – KM-Stand bei Kauf

Beispiel:

22.500 EUR x 50.000
300.000 km – 80.000
=
5.113,64 (Nutzungsersatz)
=
22.500 EUR – 5.113,64 EUR = 17.386,36 EUR

Rückerstattung berechnen

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Mercedes hat viel von unseren Mandanten gehört

Am 02.08.2017 hat die Rechtsanwaltskanzlei Werdermann | von Rüden als eine der ersten Kanzleien in Deutschland eine Klage gegen die Daimler AG anhängig gemacht. Die Klage wird vielen Mercedes-Kunden den Weg zu ihrem Recht ebnen, denn das war erst der Beginn einer ganzen Reihe von Klagen, mit denen sich die Justiz im Rahmen des Abgasskandals auseinandersetzen wird.

Folgende Verfahren haben wir anhängig gemacht

Gericht Geschäftszeichen Modell Motor
LG Frankenthal 8 O 55/18 E 220 CDI OM 651
LG Darmstadt 13 O 101/18 ML 280 CDI OM 642
LG Kleve 1 O 148/18 E 350 T CDI OM 642
LG Mönchengladbach 6 O 40/18 C 250 T CDI OM 651
LG Regensburg 73 O 189/18 B 180 CDI OM 651
LG Hamburg 305 O 54/18 E 350 BT OM 642
LG Freiburg 5 O 69/18 C 220 OM 651
LG Karlsruhe 21 O 37/18 E 350 OM 642
LG Köln 2 O 10/18 C 220 OM 651
LG Berlin 15 O 79/18 C 200 CDI OM 651
LG Stuttgart 23 O 56/18 GLA 220 CDI OM 651
LG Stuttgart 28 O 29/18 E 250 CDI / A 200 CDI OM 651
LG Berlin 36 O 58/18 V 250 BlueTec OM 651
LG Berlin 12 O 40/18 ML 250 BT OM 642
LG Stuttgart 2 O 14/18 CLA 220 OM 651
LG Stuttgart 24 O 19/18 ML 300 CDI BlueEfficiency OM 642
LG Stuttgart 30 O 40/18 Sprinter 350 CDI OM 651
LG Verden 8 O 32/18 A 200 CDI OM 651
LG Kiel 17 O 60/18 E 220 CDI BlueEfficiency OM 651
LG Hanau 9 O 76/18 Westfalia
LG Landshut 44 O 1241/18 GLC 220 OM 651
LG Köln 2 O 152/18 C 250 T CDI OM 651
LG Itzehoe 7 O 133/18 E 220 CDI OM 651
LG Osnabrück 5 O 758/18 E 220 T CDI OM 651
LG Duisburg 2 O 69/18 GLK 220 CDI OM 651
LG Nürnberg 10 O 1767/18 ML 350 CDI OM 642
LG Hamburg 333 O 58/18 GLE 350 OM 642
LG Hagen 6 O 15/18 E 220 CDI OM 651
LG Köln 8 O 85/18 C 220 CDI BlueEfficiency OM 651
LG Darmstadt 27 O 100/18 GLC 220 OM 651
LG Frankfurt a.M. 2-12 O 57/18 E 220 BlueTec OM 651
LG Münster 012 O 52/18 GLK 200 CDI OM 651
LG Köln 5 O 89/18 GLK 220 CDI BlueEfficiency OM 651
LG Gera 4 O 227/18 E 220 OM 651
LG Magdeburg 10 O 320/18 Viano 2,2 CDI OM 651
LG Nürnberg 10 O 2802/18 E 220 CDI OM 651
LG Köln 7 O 102/18 E 200 CDI OM 651
LG Stade 2 O 71/18 E 350 CDI OM 642
LG Wuppertal 5 O 114/18 E 220 OM 651
LG Hamburg 312 O 75/18 C 220 CDI OM 651
LG Berlin 38 O 107/18 C 220 OM 651
LG Köln 7 O 103/18 GLK 350 CDI OM 642
LG Landshut 44 O 364/18 E 220 OM 651
LG Karlsruhe 7 O 122/18 GL 350 OM 642
LG Hamburg 316 O 99/18 ML 350 CDI OM 642
LG Stuttgart 21 O 109/18 S 350 OM 642
LG Karlsruhe 18 O 24/18 C 220 OM 651
LG Halle 4 O 11/18 E 250 CDI OM 651
LG Mannheim 8 O 100/18 R 350 CDI OM 642
LG Saarbrücken 12 O 75/18 E 350 OM 642
LG Zwickau 7 O 193/18 E 250 BlueTec OM 651
LG Bremen 2 O 607/18 E 280 CDI OM 651
LG Aschaffenburg 13 O 157/18 E 300 CDI OM 642
LG Memmingen 22 O 539/18 Vito 122 CDI OM 642
LG Würzburg 12 O 847/18 CLA 220 OM 651
LG Oldenburg 4 O 1204/18 C 180 OM 651

WVR erstreitet Sachverständigengutachten vor dem LG Stuttgart

In der Sache 24 O19/18 ist ein gerichtliches Sachverständigengutachten angeordnet worden. Danach soll der Sachverständige zur Motorsteuerungssoftware und zum SCR-Katalysator Stellung nehmen.
Wir gehen davon aus, dass alle Fahrzeuge mit den Motoren OM 651 oder OM 642 betroffen sind. Es handelt sich hierbei um die untenstehenden Modelle.

Betroffene Baureihen und Modelle

Wir haben die betroffenen Fahrzeugtypen für Sie nach Modell, Baujahr und verbautem Motor geordnet.

Alle betroffenen Modelle der A- Klasse

  • A 180 CDI 2013 4 Zylinder OM 651
  • A 180 CDI BlueEFFICIENCY 2012–2013 4 Zylinder OM 651
  • A 200 CDI 2013–2014 4 Zylinder OM 651
  • A 200 CDI BlueEFFICIENCY 2012–2013 4 Zylinder OM 651
  • A 200 CDI 2014–2015 Euro 6 4 Zylinder OM 651& (NOx)
  • A 220 d seit 2015 4 Zylinder OM 651
  • A 220 CDI 2013–2015 4 Zylinder OM 651
  • A 220 CDI BlueEFFICIENCY 2012–2013 4 Zylinder OM 651

Alle betroffenen Modelle der B-Klasse

  • B 180 d: 08.2016 Euro 6 4 Zylinder
  • B 180 CDI 2013 4 Zylinder OM 651
  • B 180 CDI BlueEFFICIENCY 2011-2013 4 Zylinder OM 651
  • B 200 CDI 2013–2015 4 Zylinder OM 651
  • B 200 CDI BlueEFFICIENCY 2011-2013 4 Zylinder OM 651
  • B 200 d seit 2015 4 Zylinder OM 651
  • B 220 CDI 2013–2014 und 2014-105 4 Zylinder OM 651
  • B 220 CDI BlueEFFICIENCY 2012–2013 4 Zylinder OM 651
  • B 220 d seit 2015 4 Zylinder OM 651

Alle betroffenen Modelle der C-Klasse

  • C 180 CDI 2013–2014 4 Zylinder OM 651
  • C 180 CDI BlueEFFICIENCY 2010–2013 4 Zylinder OM 651
  • C 200 d 4 Zylinder (mit autom. Getriebe)2014OM 651
  • C 200 CDI 2013–2014 4 Zylinder OM 651
  • C 200 CDI BlueEFFICIENCY 2009–2013 4 Zylinder OM 651
  • C 220 CDI: 2013–2015 4 Zylinder OM 651
  • C 220 BlueTEC: 2014–2015 4 Zylinder OM 651
  • C 220 d: seit 2015 Euro 6 4 Zylinder OM 651
  • C 220 BlueTEC BlueEFFICIENCY Edition: 2014–2015 4 Zylinder OM 651
  • C 220 d BlueEFFICIENCY Edition: seit 2015 4 Zylinder OM 651
  • C 220 CDI: 2014-2015 4 Zylinder OM 651
  • C 220 CDI BlueEFFICIENCY: 2009–2013 4 Zylinder OM 651
  • C 250 CDI: 2013–2015 4 Zylinder OM 651
  • C 250 CDI BlueEFFICIENCY: 2008–2013 4 Zylinder OM 651
  • C 250 BlueTEC: 2014–2015 4 Zylinder OM 651
  • C 250 d (T-Modell): seit 2015 Euro 5 4 Zylinder OM 651
  • C 250 d T (Euro 6)
  • C 250 d Coupé (Euro 6)
  • C 300 BlueTEC HYBRID: 2014–2015 4 Zylinder OM 651
  • C 300 h: seit 2015 4 Zylinder OM 651
  • C 300 CDI 4MATIC: 2013–2014 6 Zylinder OM 642
  • C 300 CDI 4MATIC BlueEFFICIENCY: 2011–2013 6 Zylinder OM 642
  • C 320 CDI: 2005–2007 und 2007–2009 6 Zylinder OM 642
  • C 350 CDI: 2009 und 2013-2014 6 Zylinder OM 642
  • C 350 CDI BlueEFFICIENCY: 2009–2011 und 2010-2013 6 Zylinder OM 642

CLA Modelle

  • CLA 200 CDI: 2013–2014 und 2014-105 4 Zylinder OM 651
  • CLA 200 d: seit 2015 4 Zylinder OM 651
  • CLA Shooting Brake 200 d (Euro 6)
  • CLA 220 CDI: 2013 – 2014 und 2014–2015 4 Zylinder OM 651
  • CLA 220 d: seit 2015 4 Zylinder OM 651
  • CLK
  • CLK 320 CDI: 2005–2010 6 Zylinder OM 642
  • CLS
  • CLS 220 BlueTEC: seit 2014 2013–2014 4 Zylinder OM 651

CLS Modelle

  • CLS 250 CDI: 2013–2014 4 Zylinder OM 651
  • CLS 250 CDI BlueEFFICIENCY: 2011–2013 4 Zylinder OM 651
  • CLS 250 BlueTEC: seit 2014 4 Zylinder OM 651
  • CLS 320 CDI: 2004–2009 6 Zylinder OM 642
  • CLS 350 CDI: 2009–2010 6 Zylinder OM 642
  • CLS 350 BlueTEC: 2013–2014 6 Zylinder OM 642
  • CLS 350 BlueTEC 4MATIC: seit 2014 6 Zylinder OM 642

Alle betroffenen Modelle der E- Klasse

  • E 200 CDI: 2013–2014 4 Zylinder OM 651
  • E 200 CDI BlueEFFICIENCY: 2009–2013 4 Zylinder OM 651
  • E 200 BlueTEC: seit 2014 4 Zylinder OM 651
  • E 220 CDI: 2013–2014 4 Zylinder OM 651
  • E 220 CDI BlueEFFICIENCY: 2010–2013 4 Zylinder OM 651
  • E 220 BlueTEC (T-Modell): Seit 2014 Euro 6 4 Zylinder
  • E 220 CDI: 2013–2014 4 Zylinder OM 651
  • E 220 CDI BlueEFFICIENCY : 2009–2013 4 Zylinder OM 651
  • E 220 BlueTEC : seit 2014 4 Zylinder OM 651
  • E 220 CDI Edition : 2012-2013 4 Zylinder OM 651
  • E 220 BlueTEC BlueEFFICIENCY : seit 2013 4 Zylinder OM 651
  • E 220 CDI BlueEFFICIENCY Edition : 2012 – 2013 4 Zylinder OM 651
  • E 250 CDI : 2013–2014 4 Zylinder OM 651
  • E 250 CDI BlueEFFICIENCY :2009–2013 4 Zylinder OM 651
  • E 250 BlueTEC : seit 2014 4 Zylinder OM 651
  • E 250 CDI : 2013–2014 4 Zylinder OM 651
  • E 250 CDI BlueEFFICIENCY : 2009–2013 4 Zylinder OM 651
  • E 250 BlueTEC : seit 2014 4 Zylinder OM 651
  • E 280 CDI : 2005-2009 6 Zylinder OM 642
  • E 300 BlueTEC HYBRID : 2012–2015 6 Zylinder OM 651
  • E 300 BlueTEC: 2007-2009 und seit 2013 6 Zylinder OM 642
  • E 300 CDI BlueEFFICIENCY: 2010–2011 und 2011-2013 6 Zylinder OM 642
  • E 320 CDI: 2005–2009 6 Zylinder OM 642
  • E 350 BlueTEC: 2009–2013 und 2013-2014 6 Zylinder OM 642
  • E 350 CDI BlueEFFICIENCY: 2009–2011 und 2010-2013 6 Zylinder OM 642
  • E 350 d (Euro 6)

Alle betroffenen G-Klasse-Modelle

  • G 280 CDI : 2007–2013 6 Zylinder OM 642
  • G 300 CDI : 2007–2013 6 Zylinder OM 642
  • G 320 CDI : 2006–2009 6 Zylinder OM 642
  • G 350 CDI : 2009–2010 6 Zylinder OM 642
  • G 350 d : seit 2012 6 Zylinder OM 642
  • G 350 BlueTec: 2010-2015 6 Zylinder OM 642
  • GL 320 CDI : 2006–2009 6 Zylinder OM 642
  • GL 350 BlueTEC : seit 2009 und seit 2012 6 Zylinder OM 642
  • GL 350 d: seit 2012 und seit 2015 6 Zylinder OM 642
  • GL 350 CDI BlueEFFICIENCY : 2009–2012 6 Zylinder OM 642
  • GLA 200 CDI : 2013 – 2015 4 ZylinderOM 651
  • GLA 200 d : seit 2015 4 Zylinder OM 651
  • GLA 220 CDI : 2013–2015 4 Zylinder OM 651
  • GLA 220 d : seit 2015 4 Zylinder OM 651
  • GLC 220d : 06.2016 Euro 6
  • GLC 250 d : seit 2015 4 Zylinder OM 651
  • GLC 350 d : seit 2016 6 ZylinderOM 642
  • GLE 350 d Coupé: seit 2015 6 Zylinder OM 642
  • GLK 200 CDI BlueEFFICIENCY : seit 2010 4 Zylinder OM 651
  • GLK 220 CDI: seit 2013 4 Zylinder OM 651
  • GLK 220 BlueTEC : seit 2012 4 Zylinder OM 651
  • GLK 220 CDI BlueEFFICIENCY: 2009–2013 4 Zylinder OM 651v
  • GLK 250 CDI BlueEFFICIENCY : 2009–2012 4 Zylinder OM 651
  • GLK 250 BlueTEC 2012–2015 : 4 Zylinder OM 651
  • GLK 320 CDI : 2006–2009 6 Zylinder OM 642
  • GLK 350 CDI : seit 2009 6 Zylinder OM 642
  • GLK 350 CDI BlueEFFICIENCY : 2012–2013 6 Zylinder OM 642

Alle betroffenen M-Klasse-Modelle

  • ML 250 BlueTEC: seit 2011 4 Zylinder OM 651
  • ML 280 CDI: 2005-2009 6 Zylinder OM 642
  • ML 300 CDI BlueEFFICIENCY: 2009 und 2010–2011 6 Zylinder OM 642
  • ML 320 CDI: 2005–2009 6 Zylinder OM 642
  • ML 350 CDI: 2009 und 2010 – 2011 6 Zylinder OM 642
  • ML 350 BlueTEC: 2009–2011 6 Zylinder OM 642

Alle betroffenen R-Klasse-Modelle

  • R 280 CDI : 2007 – 2009 6 Zylinder OM 642
  • R 300 CDI : 2009 – 2010 6 Zylinder OM 642
  • R 300 CDI BlueEFFICIENCY : 2009 – 2012 6 Zylinder OM 642
  • R 320 CDI : 2006–2009 6 Zylinder OM 642
  • R 350 CDI : 2009–2012 6 Zylinder OM 642
  • R 350 BlueTEC : 2009–2012 6 Zylinder OM 642

Alle betroffenen S-Klasse-Modelle

  • S 250 CDI BlueEFFICIENCY : 2011–2013 4 Zylinder OM 651
  • S 300 BlueTEC HYBRID : seit 2014 4 Zylinder OM 651
  • S 350 BlueTEC : 2010 – 2013 und seit 2013, Euro 6
  • S 320 CDI : 2006–2008 6 Zylinder OM 642
  • S 320 CDI BlueEFFICIENCY : 2008–2009 6 Zylinder OM 642
  • S 350 CDI BlueEFFICIENCY : 2009–2010 6 Zylinder OM 642

Alle betroffenen Sprinter

  • Sprinter 210 CDI/310 CDI/510 CDI seit 2009 4 Zylinder OM 651
  • Sprinter 210 BlueTEC/310 BlueTEC/510 BlueTEC seit 2013 4 Zylinder OM 651
  • Sprinter 213 CDI/313 CDI/513 CDI seit 2009 4 Zylinder OM 651
  • Sprinter 213 BlueTEC/313 BlueTEC/413 BlueTEC/513 BlueTEC seit 2013 4 Zylinder OM 651
  • Sprinter 216 CDI/316 CDI/416 CDI/516 CDI seit 2009 4 Zylinder OM 651
  • Sprinter 216 BlueTEC/316 BlueTEC/416 BlueTEC/516 BlueTEC seit 2013 4 Zylinder OM 651
  • Sprinter 218 CDI 6 Zylinder OM 642
  • Sprinter 219 CDI/319 CDI/419 CDI/519 CDI 2009–2013 6 Zylinder OM 642
  • Sprinter 219 BlueTEC/319 BlueTEC/519 BlueTEC seit 2013 6 Zylinder OM 642
  • Sprinter 318 CDI 2006–2009 6 Zylinder OM 642
  • Sprinter 418 CDI 2006–2009 6 Zylinder OM 642
  • Sprinter 518 CDI 2006–2009 6 Zylinder OM 642

Alle betroffenen Vito

  • Vito 110 CDI: seit 2010 4 Zylinder OM 651
  • Vito 113 CDI : seit 2010 4 Zylinder OM 651
  • Vito 114 CDI : 4 Zylinder OM 651
  • Vito 116 CDI : 2010 – 2014 und seit 2014 4 Zylinder OM 651
  • Vito 120 CDI : 2006 – 2010 6 Zylinder OM 642
  • Vito 122 CDI : seit 2010 6 Zylinder OM 642
  • V 200 CDI/Vito 114 CDI: seit 2014 4 Zylinder OM 651
  • V 250 BlueTEC : Vito 119 BlueTEC seit 2014 4 Zylinder OM 651

Welche Motoren und Baureihen sind betroffen?

Es geht um zwei Turbodiesel-Modellfamilien:

Den OM 642, ein V6-Turbodiesel mit drei Litern Hubraum und den Vierzylinder OM 651 mit 1,8 oder 2,1 Litern Hubraum (OM steht für Oel-Motor);

Die Mercedes C-Klasse als C 180 CDI Blue Efficiency ist vom Verdacht betroffen; Die Baureihen W 204, W 211, W 212, W 246, C 218, W 221, W 251, W 164, X 204 und W 166 ebenfalls; bei den Nutzfahrzeugen: die Baureihen 639 und 906.

Der kräftigere OM 642 Motor wurde 2005 in der C- und E-Klasse eingeführt. Er steckt oder steckte vor allem, in Fahrzeugen, oberhalb des Kompaktsegments in der M-, R-, G-, GL- und S-Klasse, außerdem im GLK, CLK und CLS sowie den Vans Vito und Viano sowie im Sprinter. Er gilt als Auslaufmodell (Nachfolger: der Reihensechszylinder OM 656). OM 651 Motoren sind in der A-, B-, CLA- und GLA-Klasse sind hier ebenso betroffen wie der SLK-Roadster, die S-Klasse oder Vito, V-Klasse und Sprinter. Auch für Hybridmodelle wird der OM 651 bei Mercedes verwendet.

Ergebnis der Deutschen Umwelthilfe

Im Sommertest der Deutschen Umwelthilfe 2016, stellte sich bereits heraus, dass Mercedes-Modelle die zulässigen Höchstgrenzen der Abgaswerte um das bis zu 13-Fache übersteigen. Die Deutsche Umwelthilfe stellte in der Wintermessung 2017/18 weiter fest, dass die Abgaswerte der Modelle A 200 und S 300 die zulässigen Grenzwerte um das bis zu 6-Fache übersteigen.

Auch die Niederländische TNO hatte in mehreren Tests zwischen 2015 und 2017 eine Überschreitung der Stickoxidgrenzwerte festgestellt. Ähnlich verhielt es sich bei den Messungen der amerikanischen Emission Analytics bei mehreren Mercedes-Modellen: Auch hier gab es eine Überschreitung der Abgasgrenzwerte. Ebenso konstatierte das Bundesumweltamt in eigenen Untersuchungen eine Überschreitung der Grenzwerte bei Fahrzeugen mit der Euro 6 Norm.

Soll man das Mercedes-Update durchführen lassen?

Die Frage ist mehr als berechtigt. Viele unserer Mandanten in Sachen Volkswagen mussten nach dem Update technische Mängel feststellen.

Es ist eine nicht nur vereinzelt vertretene Auffassung, dass der Abgasbetrug sich nicht so einfach digital zurückdrehen lässt, wie es die Chefetage der Autohersteller gerne hätte. Folgende Probleme im Nachgang zur Nachrüstung sind uns bekannt:

  • Einige Autos springen danach nicht mehr an.
  • Probleme mit der Abgasrückführung (AGR).
  • Autos bleiben liegen.

Der Mercedes-Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt

Ein Jahr nach Einreichung der ersten Klage gegen Mercedes durch unsere Kanzlei hat es nun auch das Kraftfahrt-Bundesamt geschafft, sich die Mercedes-Modelle genauer anzuschauen. Umgehend entschloss es sich daraufhin, zunächst einen Rückruf des Mercedes Vito 1.6 Liter Diesel Euro 6 zu veranlassen.

Bei der Überprüfung des Fahrzeugtypen Mercedes Vito 1.6 Liter Diesel Euro 6 wurden durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unzulässige Abschalteinrichtungen festgestellt. Die unzulässigen Strategien beziehen sich auf den Einsatz des SCR-Abgasreinigungssystems. Aufgrund der eingebauten Abschalteinrichtungen kann es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten NOx-Emissionen kommen.

Anordnung des Mercedes Rückrufs

Mit Bescheid vom 23.05.2018 wurde für den Mercedes Vito 1.6 Liter Diesel Euro 6 (1.372 Fahrzeuge in Deutschland und 4.923 Fahrzeuge weltweit) ein verpflichtender Rückruf angeordnet.

Mit diesem spezifischen Mercedes-Rückruf wurde der Hersteller aufgefordert, die unzulässigen Abschalteinrichtungen aus den betroffenen Fahrzeugen nach der Freigabe des Maßnahmenpakets durch das KBA zu entfernen.

Rückruf Mercedes: Bald auch Baureihen C und G?

Das Kraftfahrt-Bundesamt prüft nach SPIEGEL-Informationen weitere Modelle der Daimler AG. Nicht nur beim Transporter Vito soll der Konzern manipuliert haben, sondern auch bei beliebten Massenmodellen. Es kann also gut sein, dass demnächst auch die Baureihen C und G vom Mercedes-Rückruf betroffen sind und somit Teil des Mercedes-Dieselskandals werden. Mit uns haben Sie erfahrene Partner an Ihrer Seite, um im Falle weiterer Mercedes-Rückrufe Ihr Recht geltend zu machen!

Unsere Meinung: Salami-Taktik – Quasi alle Mercedes-Modellreihen werden im Rückruf folgen

Sie fragen sich, ob unsere Mutmaßungen Hand und Fuß haben? Eigentlich ist es ganz einfach: Das Prinzip der Salamitaktik ist bereits aus dem Volkswagen-Abgasskandal bekannt. Zunächst erfolgte der Rückruf für wenige Modelle; nach und nach stellte sich allerdings heraus, dass weit mehr Diesel-Modelle von Volkswagen und Audi vom Abgasskandal betroffen gewesen sind. Wie jetzt im Fall von Mercedes wurde zuvor alles abgestritten. Es ist äußerst wahrscheinlich, dass sich der Mercedes-Rückruf auf weitere Modelle ausweiten wird.

Umfassender Mercedes-Rückruf? – Die folgenden Presseberichte untermauern unsere Vermutung:

Die AdBlue-Lüge

Die AdBlue Versprechen von Daimler weisen unserer Ansicht nach erhebliche Übertreibungen auf. Sie sind unserer Auffassung nach unrichtig, führen aber rein logisch zu dem Ergebnis, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen kann.

Für Stickoxide dürften nach Euro 5 lediglich 180 mg/km, nach Euro 6 maximal 80 mg/km ausgestoßen werden. Um die Abgase zu reinigen setzt Daimler in den Blue-Tec Modellen auf sogenannte SCR-Katalysatoren. Hersteller des für diese Technik notwendigen AdBlue ist unter anderem Nigrin. Diese beschreibt die SCR-Technik wie folgt:

„Die SCR-Technologie besteht aus zwei Komponenten: Dem SCR Katalysator (Selective Catalytic Reduction) und einem Dosiersystem, dass dem Katalysator genau die Menge AdBlue® zuführt, die zum Abbau des Stickoxids benötigt wird.“

„Bei schnellerem Fahren wird zum Beispiel mehr AdBlue® benötigt. Die AdBlue®-Tanks befinden sich – abhängig vom Hersteller oder Fahrzeugtyp – an verschiedenen Stellen. Die Lage des Tanks spielt keine Rolle, da die Harnstoff-Wasser-Lösung über Leitungen zum Beispiel auch vom Heck aus in den Katalysator geführt werden kann.

Im ersten Schritt wird AdBlue® im Katalysator zu Ammoniak und Wasser umgewandelt. Das erzeugte Ammoniak sorgt dann im zweiten Schritt für den Abbau der Stickoxide in den Abgasen. Mehr als 90 Prozent des schädlichen Gases werden so umgewandelt.“

Ergebnis: Es zeigt sich somit, dass eine intensive Einspritzung eine gute Reinigung ergibt. Wird dagegen zu wenig eingespritzt, nimmt der Stickoxidanteil im Abgas wieder zu.

Was sagt der Professor zum AdBlue Verbrauch?

Prof. Dr. Klaus Schreiner von der Hochschule Konstanz, der als anerkannter Experte für Motorentechnik gilt, geht davon aus, dass zur normkonformen Abgasreinigung eine AdBlue-Menge von fünf bis acht Prozent der Dieselmenge benötigt wird.

Ein von der Kanzlei Werdermann | von Rüden gebildetes Beispiel

Ein einfaches Rechenbeispiel verdeutlicht, dass die von der Beklagten verbauten Tankgrößen bei Weitem nicht die Kapazität haben, um Abgase zwischen zwei Inspektionsintervallen – diese beträgt bei der Beklagten 20.000 km – ausreichend sauber reinigen zu können. Es wird dabei ein mittlerer AdBlue-Bedarf von 6,5 % des Dieselverbrauchs unterstellt, sowie ein höchst konservativ angesetzter Dieselverbrauchswert von 6 Litern.

Dieselverbrauch 6 Liter / 100 km
AdBlue®-Verbrauch 0,39 Liter / 100 km
Reichweite mit 8 Liter AdBlue®-Tank: 2.051,23 km
Reichweite mit 16 Liter AdBlue®-Tank 4.102,46 km
Reichweite mit 24 Liter AdBlue®-Tank 6.153,69 km
Reichweite mit 32 Liter AdBlue®-Tank 8.204,92 km
Reichweite mit 40 Liter AdBlue®-Tank 10.256,15 km
Reichweite mit 80 Liter AdBlue®-Tank 20.512,30 km/td>

Aus der Größe des AdBlue-Tanks ergibt sich also automatisch die Reichweite, die das Auto mit sauberen Abgasen erreicht. Das hieße, dass die Kunden mit 8-Liter-Tank bei rund jedem zweiten Tankstopp auch den AdBlue-Tank auffüllen müssten um saubere Abgase zu erreichen. Dies ist jedoch nicht der Fall und so werden in rund 80% der Fahrzeit überhöhte Stickoxidwerte ausgestoßen.

Absprachen zu AdBlue im Kartell

Auch das vermutete, jedoch noch nicht nachgewiesene Kartell von Mercedes und anderen großen Autoherstellern spricht für eine AdBlue-Reinigung, die zumindest nicht so funktioniert, wie es in der Werbung angepriesen wurde.

Der Spiegel berichtete über das Kartell der deutschen Automobilhersteller:

„Nach mehreren Treffen, Telefonaten und Mails einigten sich Daimler, Audi, BMW und VW im September 2008 auf die Einführung eines Acht-Liter-Tanks für alle Fahrzeuge. Die Argumente waren: leichtes Gewicht, niedriger Preis und genügend Platz für Golfbags im Kofferraum.“ („Mit dem Beschluss zur Einführung der kleinen Tanks wuchsen erste Zweifel, besonders in den für die Fahrzeugzulassung zuständigen Abteilungen. In dieser Phase machten die Zulassungsbehörden in den USA Ärger. Sie verlangten, die Tanks sollten so viel Harnstoff enthalten, dass sie erst bei einer Inspektion nach rund 16000 Kilometern aufgefüllt werden müssen. Ein Nachtanken zwischen den Inspektionsterminen wollten sie nicht akzeptieren. Sie drohten sogar, die Fahrzeuge nicht mehr zuzulassen.

Die Autobauer reagierten irritiert. Es kam zum Streit zwischen den unterschiedlichen Abteilungen in den jeweiligen Häusern. Und auch in den geheimen Kungelrunden wurde heftig diskutiert. Um die US-Auflagen zu erfüllen, brauchte man bei einem „mittleren AdBlue-Verbrauch ein Mindesttankvolumen von 19 Litern“, heißt es in einer von Audi erstellten Unterlage. Das werde auch von Daimler, VW und BMW so gesehen.

Dagegen hielten die eigenen Marketingabteilungen solche Tanks für zu schwer und zu groß. „Diese Zielkonflikte“, schreiben die Audi-Manager in einem Papier, müssten „übergreifend“ gelöst werden. Auch solle ein „abgestimmtes Zukunftsszenario dringend forciert“ werden. Das gelang schließlich im Juni 2010. Die Marketing- und Vertriebsabteilungen hatten sich durchgesetzt. Die Konzerne einigten sich auf die Einführung kleiner Tanks. In Europa sollte es bei der bereits beschlossenen Zielgröße von acht Litern bleiben. Für die USA waren 16-Liter-Tanks geplant. Audi durfte bei einigen Modellen etwas größere Tanks verbauen.

Wusste der Vorstand etwas?

Der Einbau einer Prüfstanderkennungssoftware kann nicht von wenigen Mitarbeitern im Alleingang vorgenommen worden sein. Vielmehr waren mehrere Abteilungen involviert. So musste das Problem mit der Abgasnachbehandlung zumindest in einer Abteilung erkannt werden. Eine Abwägung zwischen größerem Kofferraum und größerem AdBlue-Tank unter Marketing- und Vertriebsgesichtspunkten erfordert eine Abstimmung mehrerer Abteilungen. Und nicht zuletzt muss eine Software programmiert werden, die zuverlässig Prüfstandszenarien erkennt. All dies kann nicht am Vorstand vorbei geschehen.

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