Landgericht Lüneburg entscheidet im Abgasskandal

Veröffentlicht am 04.07.2018 in Abgasskandal

Das Landgericht Lüneburg traf am 13.06.2018 eine bahnbrechende Entscheidung im Abgasskandal. Verhandelt wurde die Rückgabe eines VW Passat 2,0 TDI BJ. 2011 mit Euro 6. Das Landgericht verurteilt Volkswagen zur Erstattung des Kaufpreises abzüglich einer Nutzungsentschädigung. Damit reiht sich das Landgericht Lüneburg in die Riege der verbraucherfreundlichen Gerichte ein. Die erkennenden Richter gegen immer stärker dazu über auch bei Fahrzeugen, die noch nicht zurückgerufen wurden, die Manipulation der Abgase als gegeben anzusehen.

Neue Richtung im Abgasskandal

Das Besondere an dieser Entscheidung ist, das es sich um eine Entscheidung zum VW-Motor Typ EA288 handelt. Bislang gingen die Gerichte hingegen davon aus, das der EA288 (Euro 6) im Gegensatz zum EA189 (Euro 5) nicht betroffen ist. Volkswagen hat bisher nur die Manipulation an den Euro-5-Fahrzeugen eingestanden. Die Manipulation an den EA288 Motoren wurde, seitens VW bislang immer bestritten. Deshalb ist die Entscheidung auch wichtig, weil es sich um eine neue Auffassung der Gerichte zum EA288 Motor handelt. Damit steht nun auch gerichtlich fest, das der EA288 zu den manipulierten Motoren gehört.

Chance für Besitzer von Euro 6 Diesel

Das Urteil aus Lüneburg weist also neue Wege für die Besitzer von Diesel PKW mit Euro 6 Norm. Das Gericht ging klar davon aus, das auch bei den Euro 6 Fahrzeugen eine Manipulation vorliegt. Damit ist der Weg für die Besitzer von Euro 6 Fahrzeugen frei, ihre Ansprüche gegen Volkswagen gerichtlich durchzusetzen. Das betrifft insbesondere Besitzer neuerer Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern also Fahrzeuge der Marken: Volkswagen, Audi, Skoda und Seat.

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Schlagwörter: Abgasskandal, Euro 6, Passat