Jetzt wehren – AWT Rechtsanwälte für die AFA AG

Veröffentlicht am 21.06.2018 in Allgemein

Unserer Rechtsanwaltskanzlei liegen mehrere Schreiben der Rechtsanwaltskanzlei awt (Auer, Witte, Thiel) vor, in denen die Kanzlei eine Forderung der AFA AG geltend macht. In den Schreiben heißt es einleitend, awt Rechtsanwälte vertrete die AFA AG aus Cottbus. Weiter heißt es, die PrismaLife AG habe aus einer Vergütungsvereinbarung einen Anspruch auf Zahlung eines teilweise höheren vierstelligen Betrages. Die Kanzlei bezeichnet sich selbst als spezialisiert auf die Betreibung auch problematischer Forderungen und werde auch „jahrelang und konsequent“ die Ansprüche verfolgen. Abschließend wird eine Ratenzahlungsvereinbarung angeboten.

Wer ist die AFA AG?

Die AFA AG vermittelt Versicherungsverträge der PrismaLifeAG. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Lebens- und Rentenversicherungsverträge. Neben dem eigentlichen Versicherungsvertrag wurden unsere Mandanten dazu gebracht, einen weiteren Vertrag abzuschließen. Über diese als Kostenausgleichsvereinbarung oder Vergütungsvereinbarung bezeichnete Vereinbarung wurden dann die Vermittlungsgebühren auf den Mandanten abgewälzt. „Die Besonderheit leigt darin, dass in die Verträge keine Abschlussprovision für die Beratungs- und Vermittlungstätigkeit eingerechnet ist, vielmehr wird eine pauschale Vergütung verlangt“, sagt Rechtsanwalt Fabian Heyse. Diese Vertragskonstruktion wird von Experten als Nettopolicen bezeichnet. Viele Mandanten tragen uns vor, dass sie hierüber nicht hinreichend aufgeklärt fühlten. Sie hielten die Kosten die sie zahlten auch für Leistungen auf die jeweiligen Versicherungen, rechneten aber nicht damit, auf die Kostenausgleichsvereinbarung zu zahlen.

AFA AG – Welche Möglichkeiten gibt es?

Wer von der Kanzlei Auer, Witte, Thiel (awt Rechtsanwälte) in diesem Zusammenhang angeschrieben wird, sollte sich von einem Rechtsanwalt beraten und möglichst auch vertreten lassen. Dieser kann prüfen, ob der Mandant überhaupt ausreichend über die Risiken der Verträge hingewiesen wurde. Wegen einer Beweislastumkehr muss die AFA AG nachweisen, dass die Aufklärung hinreichend durchgeführt wurde. In vielen Fällen wird es möglich sein, den Vertrag zu widerrufen. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat mit Urteil vom 31. März 2016 (Az. 8 O 5305/15) die Fehlerhaftigkeit einer Belehrung der Prisma Life festgestellt. Auch weitere Gerichte gegen davon aus, dass die Verträge mit der AFA AG unwirksam sind, oder zumindest weiterhin widerrufen werden können. Bei dem abgeschlossenen Versicherungsvertrag und der Vergütungsvereinbarung handelt es sich nach Auffassung eines Amtsgerichts um verbundene Verträge. Wege unterschiedlicher Angaben zu Kündigungsfristen sei dem Verbraucher nicht klar, welche Frist überhaupt laufe, so dass davon auszugehen ist, dass der Verbraucher nicht wirksam über sein Widerrufsrecht belehrt wurde. Auch werden die Folgen des Widerrufs nicht hinreichend dargelegt. Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet eine kostenlose Erstberatung für Betroffene durch Rechtsanwalt Fabian Heyse an. Kontaktieren Sie uns dazu über das nebenstehende Kontaktformular, oder rufen Sie uns an.

Schlagwörter: AFA AG, awt Rechtsanwälte, PrismaLifeAG