Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, worauf gilt es zu achten?

Wer sein Fahrzeug durch den Verkehr manövriert, muss dabei häufig abbiegen, wenden oder sogar rückwärtsfahren, um sich und sein Fahrzeug schließlich an das gewünschte Ziel zu bringen. Die ordnungsgemäße Durchführung dieser Manöver verhindert zum einen eine Sanktionierung nach dem Bußgeldkatalog und gewährleistet zum anderen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Daher ist es bedeutsam, dass jeder Verkehrsteilnehmer die gebotene Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer an den Tag legt. Das Verkehrsrecht hält zudem gesetzliche Vorgaben sowohl für das Abbiegen und Wenden, als auch für das Rückwärtsfahren bereit. Zur Vermeidung von Unfällen oder Sanktionen, wird im Folgenden das ordnungsgemäße Verhalten beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren noch einmal erläutert.

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Abbiegen im Straßenverkehr, worauf ist zu achten?

Wer abbiegt, ändert seine Fahrtrichtung nach links oder rechts an Kreuzungen oder Einmündungen.

Gesetzlich geregelt ist das Abbiegen in § 9 StVO. Wer abbiegt, hat nach dieser Vorschrift einiges zu beachten. Generell ist zum Abbiegen rechtzeitig der Blinker in die gewünschte Richtung zu setzen.  

Außerdem besteht beim Abbiegen die Verpflichtung, den entgegenkommenden Verkehr, oder Rechtsabbieger durchfahren zu lassen. Dies gilt auch bezüglich Schienenfahrzeuge, Fahrräder mit oder ohne Hilfsmotor, sowie Elektrokleinstfahrzeugen, die auf oder neben der Fahrbahn in die gleiche Richtung fahren, wie der Abbiegende.

Rechtsabbiegen im Straßenverkehr

Wer nach rechts abbiegen möchte, hat sein Fahrzeug möglichst weit rechts auf der Fahrbahn zu positionieren.

Außerdem ist sowohl vor dem Einordnen, als auch unmittelbar vor dem Abbiegen auf den nachfolgenden Verkehr zu achten.

Beim Rechtsabbiegen sollte außerdem auf andere Verkehrsteilnehmer geachtet werden, die rechts am Fahrzeug vorbeifahren, beispielsweise Fahrradfahrer. Diese Nichtbeachtung ist eine der häufigsten Unfallursachen beim Rechtsabbiegen.

Zudem ist auf Fahrzeuge zu achten, die von einem Sonderfahrstreifen kommen, da diese in der Regel Vorfahrt haben.

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Ampel mit grünem Pfeil

Gelegentlich ist an Ampeln, an denen rechts abgebogen werden darf, ein grüner Pfeil auf schwarzem Grund zu sehen.

Ampel mit grünem Pfeil

Dieser grüne Pfeil erlaubt es Rechtsabbiegern auch dann abzubiegen, wenn die Ampel auf Rot steht. Dies entbindet den Fahrzeugführer jedoch nicht, sein Fahrzeug zunächst an der Haltelinie zum Stehen zu bringen und nach Fußgängern oder Radfahrern Ausschau zu halten.

Hinweis: Der grüne Pfeil verpflichtet jedoch nicht zum Abbiegen.

Linksabbiegen im Straßenverkehr

Wer nach links abbiegen möchte, hat in der Regel weit mehr zu beachten, als beim Rechtsabbiegen. Zunächst ist das Fahrzeug bis zur Mitte einzuordnen, bei Fahrbahnen für eine Richtung jedoch möglichst weit links.

Sind auf der Straße längs verleget Schienen, darf sich zum Linksabbiegen auf diesen nur eingeordnet werden, wenn dadurch kein Schienenfahrzeug behindert wird.

Sowohl vor dem Einordnen zum Abbiegen, als auch unmittelbar vor dem Abbiegen selbst, ist auf den nachfolgende Verkehr zu achten.

Ist eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen, kann vor dem Abbiegen selbst auf das Achten des nachfolgenden Verkehrs verzichtet werden. Dies ist beispielsweise auf einer Linksabbiegerspur an einer Ampel der Fall.

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Beim Linksabbiegen ist außerdem zu berücksichtigen, dass die auf der zu überquerenden Straße befindlichen Fahrzeuge, Vorfahrt haben, sodass eine entsprechende Lücke zum Überqueren abzupassen ist. Das Nichtabwarten einer Lücke ist eine sehr häufige Unfallursache.

Kreuzung mit Ampel für jede Fahrtrichtung

Bei Kreuzungen mit Ampeln für jede Fahrtrichtung darf abgebogen werden, sobald die Ampel mit dem grünen Pfeil nach Links auf Grün steht.

Bei Kreuzungen mit lediglich einer Ampel für alle Fahrtrichtungen, sind beim Linksabbiegen die Vorfahrtsregeln zu befolgen und auf eine Lücke im Gegenverkehr zu warten.

Fahrzeuge, die von Sonderfahrstreifen kommen, haben vorfahrt.

Wichtig: Beim Abbiegen ist insbesondere auf Fußgänger zu achten und auf diese zu warten.

Beim Abbiegen in ein Grundstück ist darauf zu achten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

Wer links in ein Grundstück einbiegen möchte, hat auf den nachfolgenden Verkehr zu achten, den Blinker zu setzen und seine Wartepflicht gegenüber dem Gegenverkehr zu erfüllen. Die Einfahrt passierende Fußgänger sind ebenfalls abzuwarten.

Tangentiales Linksabbiegen

An großen Kreuzungen kommt es häufig dazu, dass aus beiden Fahrtrichtungen Linksabbieger in der Kreuzung stehen. Diese sind verpflichtet, voreinander abzubiegen, sogenanntes tangentiales Abbiegen. Diese Form des Abbiegens wurde im Jahr 1992 in die StVO eingeführt, um zu verhindern, dass sich Linksabbieger gegenseitig blockieren.

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Nichttangentiales Linksabbiegen

 Die Verpflichtung zum tangentialen Abbiegen entfällt dann, wenn die Verkehrslage, oder die Ausgestaltung der Kreuzung es erfordern, erst abzubiegen, wenn die Fahrzeuge aneinander vorbeigefahren sind.

Ein nichttangentiales Linksabbiegen ist beispielsweise dann geboten, wenn die beiden Fahrbahnen durch breite bauliche Trennung sehr weit voneinander entfernt sind.

Beim nichttangentialen Abbiegen fahren die Linksabbieger zunächst aneinander vorbei und biegen hinter dem entgegenkommenden Linksabbieger ab.

Abbiegen mit dem Fahrrad

Beim Linksabbiegen mit dem Fahrrad kann auf das Einordnen verzichtet werden, wenn die Fahrbahn hinter der Kreuzung oder Einmündung vom rechten Fahrbahnrand überquert werden soll. Beim Überqueren hat der Fahrradfahrer auf den Fahrzeugverkehr aus beiden Richtungen zu achten.

Beim Abbiegen über eine Radverkehrsführung, muss ihr im Kreuzungs- oder Einmündungsbereich gefolgt werden.

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Sanktionen bei nicht ordnungsgemäßem Abbiegen im Straßenverkehr

Wer beim Abbiegen die Straßenverkehrsregeln nicht einhält, hat mit Sanktionen aus dem Bußgeldkatalog zu rechnen.

Verstoß Bußgeld Punkte
Beim Linksabbiegen auf längs verlegten Schienen eingeordnet und dadurch ein Schienenfahrzeug behindert 5 €  
Blinker nicht gesetzt 10 €  
Abbiegen ohne ordnungsgemäßes und rechtzeitiges Einordnen 10 €  
-mit Gefährdung 30 €  
-mit Sachbeschädigung 35 €  
Abbiegen, ohne vor dem Einordnen oder Abbiegen auf den nachfolgenden Verkehr geachtet zu haben 10 €  
-mit Gefährdung 30 €  
-mit Sachbeschädigung 35 €  
Beim Linksabbiegen mit dem Fahrrad nach einer Kreuzung oder Einmündung die Fahrbahn überqueren und dabei den Fahrzeugverkehr nicht beachten oder einer Radverkehrsführung im Kreuzungs- oder Einmündungsbereich nicht gefolgt 15 €  
-mit Behinderung 20 €  
-mit Gefährdung 25 €  
-mit Sachbeschädigung 30 €  
Beim Abbiegen Fahrzeuge nicht durchfahren lassen 20 €  
-mit Gefährdung 70 € 1
Beim Abbiegen auf Fußgänger keine besondere Rücksicht nehmen und diese dadurch gefährden 70 € 1
Nicht voreinander abbiegen beim Linksabbiegen 10 €  
-mit Gefährdung 70 € 1
Beim Abbiegen in ein Grundstück andere Verkehrsteilnehmer gefährden 80 € 1

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Worauf ist beim Rückwärtsfahren im Straßenverkehr zu achten?

Das Rückwärtsfahren gehört zu den schwierigeren Disziplinen des Fahrzeugführens. Der Fahrer hat dabei häufig nur eine eingeschränkte Sicht, sodass bei diesem Verkehrsvorgang ein besonderes Maß an Vorsicht und Aufmerksamkeit erforderlich ist. In § 9 Abs.5 StVO heißt es zu diesem Vorgang, dass beim Wenden die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen sein muss.

Gegebenenfalls hat sich der Fahrer von außen einweisen zu lassen.

Wer rückwärtsfährt, sollte Schrittgeschwindigkeit nicht überschreiten und sich bremsbereit halten. Auf einer vermeintlichen Vorfahrt sollte nicht beharrt werden.

Wer beim Rückwärtsfahren den Rückraum nicht vollständig einsehen kann, sollte einen Einweiser zur Hilfe nehmen, da er andernfalls grob verkehrswidrig handelt.

Wann darf nicht rückwärtsgefahren werden?

Die StVO verbietet das Rückwärtsfahren explizit auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen.

An unübersichtlichen Stellen sollte ebenfalls nicht rückwärtsgefahren werden, ohne nicht beispielsweise eine Hilfsperson aufzustellen, die vor möglichen Gefahren warnt.

In Einbahnstraßen darf nur zum Ein- und Ausparken rückwärtsgefahren werden

In Einbahnstraßen darf der Rückwärtsgang nur zum Ein- und Ausparken verwendet werden. Allerdings gilt auch hier höchste Vorsicht. Das OLG Düsseldorf sprach in einer Entscheidung aus dem Jahr 2017 einem Fahrzeugführer wegen eines Unfalls beim Rückwärtsfahren in einer Einbahnstraße die Haftung zu 100% zu. Der Fahrer hatte in einer Einbahnstraße den Parkplatz zunächst verpasst und fuhr anschließend rückwärts zu dem Parkplatz. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit einem ausparkenden Fahrzeug.

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Das OLG Düsseldorf befand zunächst, dass auch beim Rückwärtsfahren in einer Einbahnstraße § 9 Abs.5 StVO gilt. Außerdem habe der Ausparkende nicht mit einer Nutzung der Einbahnstraße in der falschen Richtung rechnen müssen.

Wann darf rückwärtsgefahren werden?

Rückwärtsfahren ist dann zulässig, wenn dadurch andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden.

Außerdem kann es zu Situationen kommen, in denen ein Rückwärtsfahren unausweichlich ist. Beispielweise in engen Straßen, in denen zwei sich begegnende Fahrzeuge einander nicht passieren können. Wen die Pflicht zum Zurücksetzen trifft, hängt davon ab, wem dies am ehesten zuzumuten ist. Dabei spielen sowohl die Wendigkeit eines Fahrzeugs, als auch die Distanz zur nächsten Ausweichstelle eine entscheidende Rolle.

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Zurücksetzen, worin besteht der Unterschied zum Rückwärtsfahren?

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Rückwärtsfahren und Zurücksetzen häufig als gleichbedeutend verwendet. Allerdings besteht hier ein großer Unterschied, der sich insbesondere bei einem verhängten Bußgeld bemerkbar macht.

Rückwärtsfahren im Sinne des § 9 Abs.5 StVO ist das Bewegen des Fahrzeugs im fließenden Verkehr entgegen der Fahrtrichtung.

Ein Zurücksetzen liegt hingegen dann vor, wenn das Fahrzeug im ruhenden Verkehr im Rückwärtsgang bewegt wird. In diesem Fall trifft den Fahrer lediglich die allgemeine Sorgfaltspflicht aus § 1 StVO. Diese besagt, dass bei der Teilnahme im Straßenverkehr eine ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme geboten ist.

Sanktionen bei nicht ordnungsgemäßem Rückwärtsfahren

Verstoß Bußgeld Punkte
Verstoß gegen die allgemeine Sorgfaltspflicht im Straßenverkehr 35 €  
Gefährdung eines anderen Verkehrsteilnehmers beim Rückwärtsfahren 80 € 1

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Worauf ist beim Wenden im Straßenverkehr zu achten?

Viele kennen das, in der Hektik des Alltags wird schnell mal etwas vergessen. Auf halbem Weg kommt dann die Erinnerung an den vergessenen Gegenstand, den man auf keinen Fall vergessen wollte. Es bleibt keine Wahl, das Fahrzeug muss gewendet werden. Da das Wenden im fließenden Verkehr nicht immer leicht ist, werden hier noch einmal die wichtigsten Regeln zu diesem Thema zusammengetragen.

Ordnungsgemäßes Wenden im Straßenverkehr

Nach § 9 Abs.5 StVO ist der Wendevorgang so vorzunehmen, dass dabei keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

Daher ist vor dem Wendevorgang der Verkehr dahingehend einzuschätzen, ob der Wendevorgang möglicherweise den übrigen Verkehr behindert. Gegebenenfalls ist der Wendevorgang an einer anderen Stelle vorzunehmen.

Da der Wendende beim Wendevorgang sowohl auf der eigenen Fahrbahn, als auch auf der gegenüberliegenden Fahrbahn fährt, ist darauf zu achten, beiden Fahrtrichtungen genügend Aufmerksamkeit zu widmen.

Auch beim Wenden ist darauf zu achten, den Blinker zu setzen

Auch beim Wenden ist der Blinker zu setzen, um den anderen Verkehrsteilnehmern die Fahrtrichtung anzuzeigen.

Außerdem ist darauf zu achten, dass die geltenden Vorfahrtsregeln beachtet werden.  

Wer die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer möglichst geringhalten möchte und durch den Wendevorgang schnell gestresst wird, sollte hierfür einfach den nächsten Supermarktparkplatz ansteuern, oder einmal um den Block fahren.

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Wenden in drei Zügen, so wird es gemacht

Wer für den Wendevorgang keinen Umweg in Kauf nehmen möchte, kann, soweit er hierfür keine durchgezogene Linie überfährt, oder gegen andere Verkehrsregeln verstößt, eine Wendung in drei Schritten auf der Straße vornehmen.

Im ersten Schritt ist das Lenkrad vollständig in die gewünschte Richtung einzuschlagen und das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn zu fahren. Gegebenenfalls ist zwecks größeren Wendekreises zuvor ein Schlenker in die entgegengesetzte Richtung vorzunehmen.

Im zweiten Schritt ist das Lenkrad in die entgegengesetzte Fahrtrichtung einzuschlagen und das Fahrzeug rückwärts so weit wie möglich nach hinten zu fahren.

Im dritten Schritt ist das Lenkrad erneut in die entgegensetzte Richtung einzuschlagen. Sobald die Fahrbahn frei ist, ist die Fahrt nach vorne fortzusetzen.

Wichtig: Der Verkehrsteilnehmer hat bei diesem Vorgang stets den Blinker entsprechend zu setzten und die geltenden Vorfahrtsregeln zu beachten.

Wo ist das Wenden verboten?

Das Wenden auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen ist nach § 18 Abs.7 StVO ausdrücklich verboten.  

Zeichen 272 der Anlage 2 zu § 41 StVO, Wendeverbot

Das Zeichen 272 der Anlage 2 zu § 41 StVO, verbietet es, einen sogenannten U-Turn vorzunehmen.

Wird eine mehrspurige Fahrbahn durch eine durchgezogene Linie getrennt, Zeichen 295 Anlage 2 zu § 41 StVO, darf diese Linie auch nicht nur teilweise überfahren werden. Daher ist das Wenden über eine durchgezogene Linie nicht erlaubt.

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Sanktionen bei nicht ordnungsgemäßem Wenden

Wer beim Wenden die geltenden Straßenverkehrsregeln nicht einhält, hat mit folgenden Sanktionen zu rechnen.

Verstoß Bußgeld Punkte
Überfahren einer durchgezogenen Linie (Zeichen 295) 10 €  
Nichtbeachten des Wendeverbots (Zeichen 272) 20 €  
Wenden auf der Autobahn oder Kraftfahrstraße 75 € 1
Beim Wenden einen anderen Verkehrsteilnehmer gefährden 80 € 1

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