Weitere Rückschläge für Betroffene im Dieselskandal: Audi-Rückruf wegen Betrugssoftware

Nachdem Audi bereits 2017 verschiedene Modelle wie den Audi A8 und A7 mit V6- und V8-Motoren aus den Baujahren 2009 bis 2013 zurückrufen musste, sind mittlerweile auch weltweit Besitzer der Oberklasse-Modelle A6 und A7 mit 3.0-Liter-Dieselmotor betroffen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der jüngst zurückgerufenen A6- und A7-Modelle auf 60.000 Diesel-Fahrzeuge, wovon 33.000 Fahrzeuge auf Deutschland entfallen. Weitere Auslieferungen wurden von Audi inzwischen eingestellt – doch Besitzer von Audi-Modellen mit Dieselmotoren dürften zu Recht empört sein, hatte Audi nach den ersten Rückrufaktionen insbesondere neuere Modelle wie den A6 mit der Abgasnorm Euro 6 als bessere Alternative im Umtauschprogramm angeboten.

Update 14.11.2018: Audi startet den ersten von insgesamt acht Rückrufen im Zuge des Abgasskandals. Laut Angaben der Zeit ruft Audi ab heute 31.200 Dieselfahrzeuge in die Werkstätten zurück.

Audi-Rückrufaktion im Abgasskandal nimmt neue Dimensionen an

Die Rückrufaktionen, die das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gegen Audi erlassen hat, nehmen Fahrt auf: Der erste verpflichtende Rückruf gegen Audi wurde im Rahmen des Diesel-Skandals am 23. Januar 2018 erlassen und betraf weltweit 127.000 Fahrzeuge mit Diesel-Motoren, wovon allein 77.600 Autos in Deutschland zugelassen waren. Bei dieser ersten verpflichtenden Audi-Rückrufaktion waren die Modelle A4, A5, A6, A7, A8, Q5 und Q7 mit 3.0-Liter-Euro-6-Dieselmotoren ab dem Baujahr 2015 im Visier der Behörde. Grund für den Rückruf war die Verwendung von unzulässigen Abschalteinrichtungen, die auch in Motoren des Mutterkonzerns Volkswagen verbaut worden waren.

Welche Dieselfahrzeuge sind vom Audi Rückruf betroffen?

  • Modelle mit EA189-Motor
  • Rückruf Audi A1 (2010-2014)
  • Rückruf Audi A3 (2007-2015)
  • Rückruf Audi A4 (2007-2018)
  • Rückruf Audi A5 (2007-2018)
  • Rückruf Audi A6 (2010-2018)
  • Rückruf Audi Q3 (2007-2018)
  • Rückruf Audi Q5 (2010-2018)
  • Rückruf Audi TT (2008-2013)
  • Modelle mit V6- und V8-Motor
  • Rückruf Audi A3 (2007-2015)
  • Rückruf Audi A4 (2007-2018)
  • Rückruf Audi A5 (2007-2018)
  • Rückruf Audi A6 (2010-2018)
  • Rückruf Audi A7 (2010-2018)
  • Rückruf Audi A8 (2010-2018)
  • Rückruf Audi Q3 (2007-2018)
  • Rückruf Audi Q5 (2010-2018)
  • Rückruf Audi Q7 (2010-2018)

Was Sie als Betroffener jetzt tun sollten – Ihre Möglichkeiten

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AKTUELL: Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG

Seit dem 26.11.2018 können sich Verbraucher über das Bundesamt für Justiz anmelden! Gegenstand der Musterfeststellungsklage ist die Klärung von Schadenersatzansprüchen für Verbraucher, die ein vom VW-Abgasskandal betroffes Fahrzeug erworben haben. Auch soll der Umfang der Schadensersatzansprüche fest­ge­stellt werden. Dabei geht es um Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Skoda und Seat, die einen Motor der Baureihe EA189 verbaut haben.

Sie haben ein Fahrzeug, in dem der EA 189 Motor verbaut ist.

Sie haben ein Fahrzeug, in dem ein 3,0-Liter-V6- oder ein 4,2-Liter-V8-Motor verbaut ist.

Aktuell ist (noch) kein passendes Klageregister beim Bundesamt für Justiz eröffnet worden. Eine Verjährung der Ansprüche steht noch nicht bevor.

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Hintergründe zum Rückruf: Audis Abschalteinrichtungen & Software-Manipulation

Im Zuge des Dieselskandals spielen unzulässige Abschalteinrichtungen eine zentrale Rolle – doch was genau steckt dahinter? Der Autobauer Audi hat bei Modellen mit V6- und V8-Motoren eine Abschalteinrichtung integriert, die die Reinigung der Abgase unter bestimmten Bedingungen stoppt. So kommt die Abschalteinrichtung auf dem Prüfstand nicht zum Einsatz, da diese nur auf Lenkbewegungen reagiert. Man spricht hierbei auch von der sogenannten Lenkwinkelerkennung, die hier als Prüfstandserkennung wirkt. Somit werden die Abgase auf dem Prüfstand gereinigt, während im realen Fahrbetrieb, in dem Lenkbewegungen normal sind, die manipulierte Software der Abschalteinrichtung die Reinigung der Abgase unterbindet. Die Stickoxidwerte (NOx) erreichen damit ein Niveau, dass sie die zulässige Grenze für Emissionswerte überschreitet. Von einer Umweltfreundlichkeit der fraglichen Diesel-Modelle kann keine Rede mehr sein!

Rückrufaktion: Audi gelobt Behebung der manipulierten Software

Die erhöhten Stickoxid-Emissionen von Modellen mit Dieselmotoren entsprechen angesichts der Werbebotschaften von Audi, VW, Mercedes, Daimler & Co. einem Betrug gegenüber den Käufern und Besitzern der fraglichen Fahrzeuge. Während die Automobilhersteller ihre Diesel-Modelle lange Zeit mit geschönten Abgaswerten beworben haben, stehen viele Verbraucher nun vor der Frage, was sie mit ihrem Diesel-Auto tun sollen.

Zwar hat Audi eine Rückrufaktion für Autos mit dem Motoren-Typ EA 189 gestartet, doch ist fraglich, ob das Software-Update, das in Audi-Werkstätten durchgeführt wird, ohne weitere Schäden und Folgekosten wie für etwaige Reparaturen einhergeht. Auch Fahrverbote, insbesondere in Städten mit hoher Feinstaubbelastung, sind nicht auszuschließen. Letztlich ist ebenfalls das Angebot von Audi, zuvor zurückgerufene Modelle gegen Diesel-Modelle der Abgasnorm Euro 6 (wie den A6 oder A7) umzutauschen, mit der neuesten Rückrufaktion hinfällig geworden.

Audi-Rückrufaktionen: Handeln Sie nicht vorschnell!

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), das im Januar 2018 einen umfangreichen Rückruf von Audi-Dieselmodellen erließ, musste nach eingehender Prüfung feststellen, dass Audi unzulässige Abschalteinrichtungen in weitaus mehr Modellen verbaut hat als bislang angenommen. Der als Dienstauto beliebte Audi A6 sowie der Audi A7 Sportback, beides Oberklasse-Modelle, sind Anfang Juni 2018 durch den Erlass des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zurückgerufen worden. Audi soll nun die Abschalteinrichtung in der Software der betroffenen Motoren entfernen und bietet entsprechende Software-Updates in seinen Werkstätten an.

Mit seiner kürzlich vorgestellten Umwelt- und Wechselprämie versucht Audi, betroffene Autobesitzer mit einem Preisvorteil beim Umstieg auf ein neueres Modell zu locken. Diese vermeintliche Schadensbegrenzung ist in unseren Augen mit Vorsicht zu genießen: Denn wie sich anhand der jüngst betroffenen Modelle A6 und A7 zeigt, sind die Euro-6-Modelle von Audi, die hier als Ersatz angepriesen werden, nicht davor gefeit, ebenfalls vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) aus dem Verkehr gezogen zu werden.


Was tun bei Audi-Rückruf? – Unser Rat: Klagen Sie und geben Sie Ihren Audi zurück!

Autobesitzern, die vom Dieselskandal betroffen sind, raten wir zu einer Klage gegen den Hersteller. Zahlreiche Gerichte in Deutschland haben bereits im Sinne der Verbraucher entschieden. Die Hersteller wurden in der Regel dazu verklagt, den Kaufpreis zu erstatten und das betroffene Fahrzeug zurückzunehmen. Auch Schadensersatzansprüche können geltend gemacht werden. Die Tendenz zu verbraucherfreundlichen Urteilen ist steigend.

Als erfahrene Kanzlei, die bereits die Daimler AG im Zusammenhang mit dem Dieselskandal erfolgreich verklagt hat, setzen wir von der Kanzlei Werdermann | von Rüden uns für die Durchsetzung Ihres Rechts ein!

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Kostenlose telefonische Erstberatung zum Thema Audi Rückruf durch die Kanzlei Werdermann | von Rüden

In einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch prüfen wir, ob Ihr Audi-Fahrzeug von unzulässigen Abschalteinrichtungen und dem damit verbundenen Abgasskandal betroffen ist. Zudem werden wir individuell mit Ihnen die Möglichkeiten erörtern, wie Sie im Zuge des Rückrufs Ihres Fahrzeugs gegen Audi vorgehen können.

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