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Abgasskandal erfasst BMW

Ältere Messungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an verschiedenen Modellen des bayrischen Automobilherstellers ließen es schon vermuten. Der Skandal um das Autokartell legte die Strukturen der deutschen Automobilbauer nur weiter offen. Heute unterstrich die DUH in ihrer Pressekonferenz, dass auch BMW endgültig im Strudel des Abgasskandals angekommen ist.

Die DUH veröffentlichte heute unter großer Teilnahme der Medien ihren aktuellen Bericht zu den NOx- und CO2-Messungen eines BMW 320d. Werdermann I von Rüden nahm an dieser Pressekonferenz teil. Besonders pikant: Der geprüfte 3er-BMW mit der Erstzulassung September 2016 sollte die Abgasnorm EURO 6 erfüllen. Ergebnis: Die Stickoxide sind im realen Fahrbetrieb bis zu 7,2-fach höher als auf dem Rollenprüfstand. Sowohl die heute ausgegebene Pressemitteilung als auch die Aussagen von Vertretern der DUH auf der Pressekonferenz weisen auf die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung durch BMW hin. Diese soll dem Bericht nach anhand der Drehzahl und des Drehmomentes entscheiden, wann die Abgasrückführung ausgeschaltet wird. Ein Verfahren, dass auch dem Motorenhersteller Audi vorgeworfen wird.

Der Bericht der DUH wurde dem Kraftfahrtbundesamt und dem Bundesministerium für Verkehr zugestellt. Recht hilflos wirkte hingegen eine am Ende der Pressekonferenz verteilte Stellungnahme auf einem A4-Blatt, deren Urheber nicht erkennbar ist und mit derer die Vorwürfe der DUH abgewiesen werden sollten.

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